Schulteam erreicht zweiten Platz bei der Solarboot-Regatta


Nichts ist unmöglich! Nicht einmal aus zwei Kajaks, ein bisschen Holz, Eisenwaren und einem reduziertem Solarantrieb ein Boot zu bauen, das als Underdog bei der diesjährigen Solarbootregatta auf dem Epplesee in Neuburg auf den zweiten Platz schipperte.

In insgesamt 3 Disziplinen – Sprint-Wettbewerb, Slalom-Wettbewerb und einem Langstreckenlauf – konnten wir uns im Wettbewerb gegen zahlreiche Schulen toll behaupten und belegten einen hervorragenden zweiten Platz in der Gesamtwertung.

Das „Traship“ – der Name ist angelehnt an eine renommierte Partnervermittlung – wurde nicht alle 11 Minuten von der Feuerwehr aus dem Wasser gezogen. Zweifel an der Seetauglichkeit gab es ohnehin trotz der Mad-Max-Bauweise nie. Der grundlegende Galgenhumor der Bauphase hat sich auch im Namen des ersten Solarboots der Richard-von-Weizsäcker Realschule verewigt. Die 5 Schüler und die betreuenden Lehrkräfte Herr Zäpfel und Herr Becker haben mit viel guter Laune und einer ordentlichen Portion Cleverness ihr Solarbooot in einer knapp dreimonatigen Bauphase zusammengezimmert. Der Aufbau sollte dabei simpel und modular sein.

Die beiden Kajakrümpfe werden durch vier Gewindestangen und vier Spanngurte mit dem einfachen Holzaufbau aus Kanthölzern und OSB-Platten verbunden. Ganz im Sinne des KISS-Prinzips:„keep it simple and smart“. Durch den modularen Aufbau werden die meisten Teile einfach zusammengesteckt und schnell mit einer Gewindeschraube befestigt. Die Solartechnik ist ebenfalls stark limitiert. Sie besteht aus einem Solarpanel, das die Sonnenenergie in eine Batterie speist, die über eine simple Schaltung dem Motor Leben einhaucht. Das Boot kann daher in unter 10 Minuten zusammengesetzt und auch zerlegt werden und ist zu jederzeit einsatzbereit. Zudem ist es relativ leicht, hat eine hervorragende Wasserlage und büßt weder Performance noch Spaß ein.

Ein voller Erfolg also, die Realisierung von Solarmobilität als Boot. Unsere Schüler konnten durch dieses Projekt Nachhaltigkeit mit vielen positiven Lerneffekten verknüpfen. Allem voran steht dieses Projekt für Teamwork und Pioniergeist. Nachhaltige Energien können sich nämlich nur gemeinsam und mit Ideenreichtum verwirklichen lassen. Das haben die Schüler und Lehrer der Richard-von-Weizsäcker Realschule mit ihrem „Traship“ eindrucksvoll bewiesen.